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Schiller-Projekt: Netzwerk für Gedankenfreiheit und Kreativität2021-06-06T19:40:13+02:00

Schiller Projekt

Netzwerk für Gedankenfreiheit und Kreativität

  • Bildungsdorf Marbach
3007, 2021

Das Schiller-Projekt im Endspurt: Ein letzter Zwischenstand

Noch sieben Wochen bis zum Ende des Förderzeitraums. Trotz pandemiebedingter Änderungen und Modifikationen sind etliche Ideen geboren und als Prototypen umgesetzt worden. Einzig die Zusammenarbeit und Feedbackschleifen mit den verschiedenen Zielgruppen gestaltete sich aufgrund der digitalen Veranstaltungsformate aufwändiger und die beabsichtigten Präsenztermine im Schiller Geburtshaus und in Marbach konnten aufgrund hoher Inzidenzen leider nicht realisiert werden. Agiles, auf andauernde Veränderungen reagierendes Arbeiten bestimmt den Projektverlauf wohl bis zum Schluss.

Und doch ist das Netzwerk für Gedankenfreiheit und Kreativität kontinuierlich gewachsen. Für den verbleibenden Projektzeitraum sind noch ein weiterer Termin des Arbeitskreis Game-based Learning sowie ein Workshop zum Thema Online Hackathon für den Landesverband Museumspädagogik in Baden-Württemberg geplant. Dabei hat das Projekt bereits respektable Ergebnisse erzielt, weitere werden noch folgen. Die aus dem Online-Hackathon #gedankenfreiheit entsprungenen Projektideen konzentrieren sich auf drei Themenschwerpunkte: Bildungslandschaft, Spielen, Escape room:

  1. Bildungslandschaft im Fokus: Lehramtsstudierende der PH Schwäbisch Gmünd haben in Zusammenarbeit mit Schüler:innen der Grundschule Murrhardt ihre Vorstellungen von einem Bildungsdorf entwickelt und „spielerisch“ kreative Bildungsumgebungen gestaltet und diese mittels der App CoSpaces in virtuellen und dreidimensionalen Welten visualisiert. Dass das Schiller Geburtshaus als Teil einer Bildungslandschaft – in schwierigen Corona-Zeiten – seine Exponate zielgruppenadäquat auch digital präsentieren kann, hat eindrucksvoll das Video eines 11-jährigen Gymnasiasten dokumentiert. Er hat mit seiner Handykamera das Innere des Museums gefilmt. Anschließend wurde das Video Mitschüler:innen und Schüler:innen anderer Schulen vorgeführt. Ein Fragebogen mit Impulsen, die auf die Vorstellungen und Wünsche der Zielgruppen eingingen, bot einen „Erstkontakt“, der im Idealfall mit einem realen Museumsbesuch hätte ergänzt werden sollen. Als Vermittlungsformat, das intrinsische Motivation weckt und sich an den Bedarfen der jungen Zielgruppe orientiert, ist dieser Zugang empfehlenswert.
  2. Wie entsteht ein Spiel? Schüler:innen des Friedrich Schiller Gymnasiums in Ludwigsburg haben seit April nach vorausgegangenem kompakten Briefing in Sachen Gamedesign in Kleingruppen digitale und analoge Spiele entwickelt und dabei genau jene 21st century Skills eingesetzt, die für das Lösen der großen Zukunftsaufgaben als wesentlich gelten: Kommunikation, Kooperation, Kreativität, kritische Reflektion. Entstanden ist ein spannender Mix aus analogen und digitalen Spielen, die wiederum von Schüler:innen der in Marbach ansässigen Tobias Mayer Gemeinschaftsschule getestet und bewertet wurden. Den Arbeitskreis Game-based Learning werden wir in der zweiten Septemberhälfte mit einer weiteren praxisorientierten Veranstaltung fortsetzen.
  3. Das Netzwerk #gedenkenfreiheit trägt weitere Früchte. Im Museum Johannes Reuchlin in Pforzheim, das mit dem Projekt Reuchlin digital wichtiges Transferwissen einbrachte, wurde bereits Ende letzten Jahres ein Online Escape Room konzipiert und ins Netz gestellt. Dieses Thema wurde im Sommersemester von Lehramtstudierenden der PH Schwäbisch Gmünd unter Leitung von V. Prof. Dr. Stefanie Nickel und Daniel Autenrieth aufgegriffen. Die Ergebnisse dieses Kurses, bei dem die Stadt Schwäbisch Gmünd mit ihrer historischen Bausubstanz den „Nährboden“ für die Spiele bildet, hat uns in der letzten Phase des Schiller-Projekts noch auf eine neue Idee gebracht: Das Projektteam wird für Schillers Geburtshaus einen Online Escape Room entwickeln, den der Schiller Verein auf seine Homepage stellen und bewerben kann. Das Schiller Geburtshaus kann so  bei anhaltender Pandemielage mit einem innovativen Escape Room Format v.a. junge und jüngere Zielgruppen ansprechen und für das Museum interessieren. Der Escape Room wirbt gleichsam als „teaser“ für einen künftigen Besuch von Schillers Geburtshaus und stellt zugleich eine unkonventionelle Maßnahme der Kulturvermarktung dar, mit der das Museum auf sich und seine Schätze aufmerksam machen kann.
  • Spielerisch die Welt verändern
807, 2021

Spielerisch die Welt verändern

Zukunft macht Schule – Das Spiel

2. Arbeitskreis Game-based Learning

Wenn wir spielen, tauchen wir in andere Welten ein. Wir spielen meist in Teams und erfahren dabei  Flow-Erlebnisse, die unsere intrinsische Motivation steigern. Wir lernen aus dem Scheitern und versuchen es erneut. Das stärkt unsere Resilienz, die seelische Widerstandskraft. Wir setzen unsere Kreativität ein, um im Spiel weiterzukommen und haben viel Spaß.

Was passieren kann, wenn wir diese Spielewelten in den Arbeitsalltag übertragen, schilderten beim zweiten Termin des Arbeitskreis Game-based Learning die beiden Pädagog:innen Judith Matern und Katharina Skala aus Freiburg am Beispiel Schule. Die beiden haben mit Methoden der TZI (Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn: ein Handlungskonzept für lebendiges Leiten und Lernen) ein Spiel entwickelt, um Schule „beherzt und mit Leichtigkeit“ von innen heraus als Lehrer:innen zu verändern.

Eine Kostprobe des Spiels konnten die AK-Teilnehmenden an diesem Abend selbst austesten. Und waren begeistert, mit welchen einfachen Mitteln sich Spielprinzipien auf den Berufsalltag übertragen lassen. Am Beispiel der drei Spielfiguren Eule, Katze und Ente wurden den Spieler:innen im Wechsel die Rollen des Fragenden, des Antwortenden und des Spiegelnden zugeteilt. Am Ende schloss jede:r Spieler:in eine Wette mit sich selbst ab.

Wenn ihr mehr über das Spiel erfahren wollt, schaut nach auf: www.zukunftmachtschule.org. Dort findet ihr auch den Link zum wöchentlichen Podcast von „Zukunft macht Schule, der Bildungspodcast für alle, denen Schule am Herzen liegt.“

  • Game Design mit dem Schiller Gymnasium
1205, 2021

Game Design mit dem Schiller Gymnasium Ludwigsburg

Die Zusammenarbeit mit dem Friedrich Schiller Gymnasium startete im Mai 2021. Sie ergab sich aus einem anderen Netzwerkkontakt mit der Gymnasiallehrerin Stefanie Knauß. Die Kunstpädagogin signalisierte zusammen mit der Schulleitung ihrer Kulturschule Bereitschaft, sich mit einer 11. Klasse dem Thema Kreativität und Gedankenfreiheit über die Entwicklung von Spielen anzunähern. Diese Zusammenarbeit findet ausschließlich online statt, eine Herausforderung und zugleich eine Chance, solche Projekte ortsunabhängig in einer Art digitalem Klassenzimmer und unter Anwendung des Design Thinking Ansatzes durchzuführen. Im ersten Teil dieses Projektbausteins geht es um das Thema Storytelling und die Frage wie Geschichten entstehen und wie sie funktionieren. Im zweiten Teil sind die Schüler:innen aufgefordert, in Kleingruppen analoge und digitale Games auf der Basis einer mitreißenden Geschichten zu entwickeln. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, stehen Prototypen von Spielen in den letzten Ferienwochen für andere Klassen zum Testing mit der Peergroup bereit.

  • Schiller Projekt Seminar an der PH Schwäbisch Gmünd
2104, 2021

Hochschulseminar zum Projekt: Visionen und Konzepte für ein Bildungsdorf

Gemeinsam mit der V. Prof. Dr. Stefanie Nickel bietet Projektleiter Daniel Autenrieth im Fachbereich Grundschulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd im Sommersemester 2021 ein Online-Seminar mit dem Thema „Chancen und Herausforderungen von Unterricht und Schule“ an. Kooperationspartner ist u.a. eine Grundschulklasse der Grundschule Murrhardt, deren Rektorin Monika Pietron über den Hackathon #gedankenfreiheit unserem Netzwerk beigetreten ist. Hier bearbeiten Lehramtsstudierende im digitalen Kontakt mit Grundschüler:innen die Frage: Wie sieht Ihre/Eure (ideale) Vorstellung von einem Bildungsdorf aus? Studierende und Schüler:innen entwickeln Ideen, Visionen und Konzepte über ein Bildungsdorf in Marbach (unter Einbezug des Schiller Hauses) und setzen diese mithilfe des Tools CoSpaces um.

1504, 2021

Gründung des Arbeitskreis Game-based Learning

Als weiterer Baustein des Netzwerks für Gedankenfreit und Kreativität hat sich im Mai der Arbeitskreis „Game-based Learning“ konstituiert, der für alle am Thema Interessierten, egal welcher Profession, offen steht. V. Prof. Dr. Stefanie Nickel und Daniel Autenrieth hielten ein kurzen Impulsvortrag zur „Game-based Learning zur partizipativen Schul- und Unterrichtsentwicklung“. In dem von Claudia Baumbusch moderierten anschließenden Austausch standen die Möglichkeiten der Übertragung von Game-based Learning in die jeweiligen beruflichen Kontexte im Mittelpunkt, die die Teilnehmenden in Break-out Sessions intensiv diskutierten. Abschließend haben die Teilnehmenden ihre Bedarfe zu diesem Thema erhoben und festgehalten. Sie werden aktuell ausgewertet und fließen in die nächste AK-Sitzung mit ein, die noch vor den Sommerferien stattfinden soll.

2903, 2021

Neue Mitwirkende im Netzwerk für Gedankenfreiheit und Kreativität

Trotz erheblicher Einschränkungen durch die Coronapandemie konnten wir für das Schillerprojekt weitere Kooperationspartner gewinnen: die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die Grundschule in Murrhardt und das Friedrich Schiller Gymnasium in Ludwigsburg. Die PH Ludwigsburg hat nach dem Hackathon #gedankenfreiheit die Kooperation beendet. Auch das Sonderpädagogische Zentrum Ludwig Uhlandschule ist nicht mehr im Projekt vertreten.

Partner und Unterstützer

 

Alim BW
Fonds Soziokultur
Neustart Kultur
bkm
Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
PH Schwäbisch Gmünd
Schiller Gymnasium Ludwigsburg
TMG Marbach